„Kunst zum Anfassen“ hat sich der Atoll-Initiator und Konzept-Künstler Norbert Bauer seit jeher zum Prinzip gemacht. Kunst zum Hinschippern gibt es seit dem Himmelfahrtstag auf dem Essener Baldeneysee zu bestaunen. Das Ruhr-Atoll ist in Betrieb und die Essener und Zugereiste haben es genossen.
Auch wenn es zunächst am Eröffnungsabend eher eisheilig zuging und nur rund 8.000 Premierengäste mit Glühwein und Mütze das Eröffnungsfeuerwerk samt Stauwehr-Illumination genossen, ließen es sich Spaziergänger, Radler, Skater und Kunstflaneure sich bei allmählich steigenden Temperaturen nicht nehmen, einen Blick auf die viel diskutierten Kunst-Inseln zu werfen. Norbert Bauer ist nach den „vielen Anstrengungen auf den letzten Metern froh, dass die vier Inseln unserer Premiere schwimmen und von den Menschen mit viel Spaß und Interesse angenommen und erobert werden.“
„Wir hatten am Wochenende alle Boote unseres Inselparcours komplett ausreserviert und auch die ‚freien’ Bootsfahrten auf dem See waren sehr stark nachgefragt,“ fasst Betriebsleiterin Kirsten Verbeek das Publikumsinteresse des ersten Atoll-Wochenendes zusammen, „zeitweise kam es zu Wartezeiten bis zu einer Stunde, doch durch ein Nummersystem wie in Arztpraxen haben wir die bei diesem Betreib leider unvermeidbaren Staus in den Griff bekommen.“ Vor allem an der Taktung auf dem ICEBERG will man noch arbeiten. Eine Reservierung der Atoll-Boote ist weiterhin dringend angeraten (RUHR.2010-Hotline 01805-15 2010, 14 ct./Min)
Ein allgemein deutlich erhöhtes Aufkommen bestätigt der Chef der Weißen Flotte, Franz-Josef Ewers, für den unteren Bereich des Baldeneysees: „Das Ruhr-Atoll und der Pendelverkehr zum Publikumstag des Welt-Wasserstoff-Kongresses haben sich beim eher durchwachsenen Wetter fühlbar ausgewirkt. Die Besucherkulisse war einem guten Sommertag gleichzusetzen. Daher sollte man sich bei der Vorbereitung auf die Hochsaison nochmals über Bus-Shuttle und andere Optionen Gedanken machen. Das kann nur eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, EVAG und dem Atoll-Projekt sein.“
Neben der Logistik einerseits und der heftig geführten Diskussion zum Thema „Was darf Kunst?“ im Zusammenhang mit dem geplanten „Apfel-Projekt“ des Künstlers Attard andererseits kommt auf dem Ruhr-Atoll das Spaß- und Spannungselement beim Kunstgenuss nicht zu kurz: „Vor allem die Kindern haben sich mit Feuereifer auf die Laboratoriums-Insel von Ilya Kabakov gestürzt. Vor allem bei der Frage: ‚Wo hat der Künstler die Mausefalle versteckt?“, berichtet ein gut gelaunter Künstler-Kurator Bauer.
Das Ruhr-Atoll ist ein durch den Konzeptkünstler Norbert Bauer initiiertes und geleitetes Kulturhauptstadtprojekt von Künstlern und Wissenschaftlern zum Thema „Kunst und Energie“, das von der Ruhr-Atoll GmbH realisiert wird.Hauptsponsor der RUHR.2010 GmbH und des Ruhr-Atolls ist die RWE AG. Projektsponsoren sind die KfW-Bankengruppe und der Ruhrverband als Gastgeber des Ruhr-Atolls.Die Initiative Essener Konsens und die Grundstücksverwaltung Hartig („Kulturmeile an der Ruhrtalstraße“) unterstützen die Ruhr-Atoll GmbH als Projektpartner.
Die RUHR.2010 GmbH hat folgende Gesellschafter und öffentlichen Förderer: Stadt Essen, Regionalverband Ruhr, Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Initiativkreis Ruhr, EUROPÄISCHE UNION - Investition in unsere Zukunft - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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Holger Krüssmann
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